Eine neue Lieferung landet auf dem Schreibtisch: zehn Fachbücher, drei Zeitschriftenbände, ein Stapel Konferenzbeiträge im PDF. Was folgt, ist bekannt: Verlagsseite öffnen, Titel abschreiben, Autor:innen in die Eingabemaske tippen, Erscheinungsjahr nachschlagen, Seite schließen, nächstes Buch. Zehnmal hintereinander. Mit Unterbrechungen durch Rechercheanfragen dazwischen.
Das ist keine Ausnahme, das ist der Alltag in den meisten Unternehmensbibliotheken. Wenn der Rückstand wächst, sind wichtige Publikationen zwar gekauft, aber im System noch nicht auffindbar. Hinzu kommen Tippfehler: Ein falsch geschriebener Autorenname oder ein Zahlendreher im Erscheinungsjahr machen eine Publikation für die Suche praktisch unsichtbar.
Das Problem liegt nicht in der Komplexität bibliothekarischer Arbeit. Es liegt darin, Metadaten abzutippen, die digital längst existieren.